Die medizinische Unterstützung

  

 

Aktuelle Situation

In Pelmang gibt es für die Bewohner keine Möglichkeit einer zumindest grundlegenden medizinischen Versorgung.

Die Menschen der Region leiden an Erkrankungen und Infektionen der:

  • Augen (Rauch, UV-Strahlung, Genetik) -> Sehstörungen, Sehverlust, Glaukom
  • Atemwege (Rauchgasinhalation, Höhe) -> Bronchialleiden, Lungenkrebs, Erkältung/Grippe
  • Haut (inkl. Läuse, Krätze/Skabies)
  • Hals-Nasen-Ohren -> Schwerhörigkeit, Hörverlust
  • Magen-Darm-Trakt -> Durchfälle/Diarrhoen, Exsikkose
  • Muskel-Gelenk-Beschwerden -> Arthrose, Arthritis, Rheumatische Erkrankungen
  • alltägliche Wunden, Abszesse, Geschwüre
  • Verletzungen, Fehlstellungen, Unfälle, Verbrennungen
  • Komplikationen aus Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett
  • Mütter-/Neugeborenen-/U5-Sterblichkeit
  • Zähne -> Karies, Fehlstellungen, Unfälle
  • einseitige (Mangel-)Ernährung

Und daraus entstehende Komplikationen !!

Die Erdbeben 2015 haben in Pelmang glücklicherweise "nur" Sachschäden verursacht und keine Menschenleben gekostet.
Eine dauerhafte psychische Traumatisierung der Bewohner geht jedoch über die sichtbaren und zumeist wieder behobenen Schäden hinaus. 

Westliche Zivilisations-/Wohlstandskrankheiten wie arterieller Bluthochdruck, Übergewicht und (Zucker-/Fett-)Stoffwechselstörungen sind kaum anzutreffen.

 

Unser Projektanliegen

Im Frühjahr 2016 konnten wir mit 6 einheimischen Ärzten und zahlreichen Helfern in Pelmang ein 1. Medizin Camp über 4 Tage durchführen. Damit gelangte erstmals überhaupt medizinische Grundversorgung nach Pelmang und die umliegende Region. Vor Ort wurden 1.078 Patienten untersucht und behandelt. In den folgenden Jahren wurden bei unseren Health Camps 980 und 540 Patienten behandelt. Schwerer betroffene junge und ältere Patienten erhielten durch unseren Verein den Transport sowie notwendige spezielle fachärztliche Behandlung in entfernten Krankenhäusern finanziert. Nachhaltig möchten wir das Gesundheits-Bewusstsein und die eigenverantwortliche Wahrnehmung hygienischer Möglichkeiten der Bewohner stärken. Dazu zählen insbesondere die persönliche Körper- und Kleiderhygiene, das Zähneputzen, die Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung sowie die rauchfreien Öfen und kompostierbare Toiletten für jedes Haus. Im Frühjahr 2019 möchten wir einen permanent besetzten und materiell ausgestatteten medizinischen Stützpunkt (Health Post) in Pelmang eröffnen.

Vorteile

Durch eine permanente oder zumindest regelmäßige medizinische Grundversorgung können eine Reihe der genannten gesundheitlichen Probleme frühzeitig erkannt und vor Ort behandelt werden. Mögliche Komplikationen von Infektionen und Spätfolgen von Unfällen können verhindert werden. Insbesondere Frauen mit Komplikationen während Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett sowie Kinder mit ihren häufigen Verletzungen können durch eine/n gelernte/n einheimische/n Krankenschwester/pfleger versorgt werden.

Kostenüberlegung

Bei unserem 1. Medizin Camp 2016 entfielen pro Patient 16-17 Euro. Separat kommen dazu die zusätzlichen Kosten für den Transport und die Spezialbehandlung der Patienten in Kathmandu. Beim 2. Medizin Camp 2017 gelang es uns, die Kosten pro Patient zu reduzieren und möglich anfallende Zusatzkosten bereits mit ins Budget einzukalkulieren. 
Die Planungen für den Bau eines festen medizinischen Stützpunktes dauern an. Bei bestehendem Gebäude ist es möglich, eine/n ausgebildete/n Krankenschwester/pfleger durch die Regierung zu finanzieren.

Aktuell - Frühjahr 2018

 

Reisebericht zum 1. Health Camp Pelmang im März/April 2016

Artikel von Kerstin Schumann (April 2016)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Informationen zur aktuellen Situation einer Medizinischen Versorgung in Nepal

Artikel von Kerstin Schumann (Oktober 2015)