Rauchfreie und sichere Häuser

Aktuell - Frühjahr 2018


Situation vor Ort

In den Häusern von Pelmang wird ein offenes Feuer im Wohnraum zum Kochen und Erwärmen benutzt, ohne Schornstein oder Abzug. Der scharfe und ätzende Rauch füllt den Wohnraum und findet Abzugswege durch Fenster, durch Ritzen zwischen Dach und Wänden und den Dachfirst. Diese traditionelle Praxis birgt enorme Risiken, vor allem für kleine Kinder, die ins Feuer krabbeln oder fallen, als auch für die Frauen, deren leicht entflammbare Textilien ungeschützt Feuer fangen können und dadurch schwere Brandverletzungen erleiden. Weiterhin werden Langzeit-erkrankungen wie arterielle Gefäß- sowie Atemwegserkrankungen bis hin zu Lungenkrebs bei den Bewohnern beobachtet, die von Kindheit an dem dichten Qualm in den Häusern ausgesetzt sind.

Auf Grund der fehlenden medizinischen Versorgung gibt es für diese Leiden keine Behandlungsmöglichkeiten, so dass die Menschen mit all den negativen Folgen (Muskel-, Sehnen, Bänderverkürzungen, eingeschränkte Mobilität, Entstellungen, Atemwegserkrankungen...) ohne Aussicht auf Abhilfe leben müssen. Außerdem sammeln die Frauen als Brennmaterialien für die traditionellen Feuer in dieser Region Holz und Bambus, was tagtäglich sehr viel Zeit in Anspruch nimmt.

Unser Projektanliegen

Die Menschen in Pelmang hatten bisher überhaupt keine Vorstellung von Kaminen, Rauchabzügen und Schornsteinen. Wir konnten ihnen inzwischen die Vorteile von sicheren eisernen Küchenöfen mit Rauchabzug aufzeigen. ALLE Familien des Dorfes sind von einem neuen Ofen überzeugt. Wir unterstützen die Bewohner bei der Finanzierung und Installation.

  

Vorteile des Projektes

  • Die Öfen sind bezogen auf deren dauerhafte Haltbarkeit und umfassenden Nutzen preiswert.
  • Es werden einheimische Materialien und Infrastruktur genutzt
    (Produktion und Transport aus Kathmandu und der Umgebung von Pelmang).
  • Die Installation erfolgt durch ausgebildete Nepalesen und die Dorfbewohner selbst.
  • Die Öfen können von den Hausbesitzern selbst gewartet und ausgebessert werden.
  • Der Beruf des "Ofenbauers" ergibt sich als zusätzliche Erwerbsquelle für die Dorfbewohner.

 

Kostenüberlegung

  • 80 Euro pro Ofen (ca. 250 Häuser)
  • Ausbildung für interessierte Dorfbewohner zum "Ofenbauer"